
Die Gründung des Arbeiter-Samariter-Bundes geht auf einen tragischen Unfall im November 1884 in Berlin zurück. Drei Zimmerleute wurden damals tödlich verletzt. Es gab zu wenige Menschen, die fachgerecht sofort helfen konnten. So ergriffen sechs Zimmerleute die Initiative und gründeten den Arbeiter-Samariter-Bund in Berlin. Schwerpunkt ihrer Arbeit war zunächst die Ausbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe.
Bei vielen Festen der Arbeiterbewegung, die vornehmlich am Wasser der Ausflugsgebiete stattfanden, wurde Hilfe geleistet. Nachdem es dabei vermehrt zu Unfällen am und im Wasser kam, begleiten die Samariter mit zwei Lazarettzelten u.a. fortan derartige Veranstaltungen am Wasser.
Das große Sängerfest am 05.08.1900 am Weißen See endete tragisch. Zwei Ruderboote kenterten, acht Menschen rangen um ihr Leben. Fünf der Opfer konnten von den Samaritern gerettet werden. Dieser Tag gilt als Beginn des organisierten Wasserrettungsdienstes im ASB.
1926 übernahm der ASB den Wasserrettungsdienst im Freibad Plötzensee. Im gleichen Jahr wurde der Wasserrettungsdienst durch das Rettungsamt Berlin für Groß-Berlin geordnet, wobei dem ASB der Tegeler See und die Oberhavel zugeordnet wurden. Ein Jahr später stellte der ASB das erste Motorrettungsboot in Dienst.
1933 wurde der ASB von den Nationalsozialisten verboten und sein Vermögen beschlagnahmt. Der Berliner ASB erhielt erst 1950 seine Lizenz zur Wiedergründung. Seine Arbeit auf dem Gebiet der DDR blieb allerdings bis zur Wende verboten.
Seit 1990 setzt der ASB seine Arbeit nun auch in Brandenburg wieder fort. Am 20. September 1990 wurde der ASB Ortsverband Königs Wusterhausen wieder gegründet. Die Wasserrettung wurde 1994 gegründet. Heute engagieren sich 67 Frauen und Männer in unserer Wasserrettung.
